Sicherheitsrichtlinien
Sicherheitsrichtlinien für Kameraden und Angehörige, um sich selbst und andere in sozialen Netzwerken zu schützen

1. Eigenverantwortung
Bedenken Sie, was die „falsche Person“ mit Ihren Informationen erreichen kann.
„Könnte ich dadurch meine Familie, meine Einheit oder mich selbst gefährden oder mache ich mich erpressbar?“

2. Dienstpflicht
Vergessen Sie bei allen Aktivitäten nie, dass das Verhalten von Soldaten von der Öffentlichkeit häufig besonders beobachtet wird. Unsachliche Kritik und Beleidigungen gegenüber Kameraden, Vorgesetzten oder der Bundeswehr können für den Einzelnen dienstliche Konsequenzen haben, auch wenn sie außerhalb des Dienstes passieren.

3. Eigenverantwortung und Einsätze
Veröffentlichen Sie niemals Informationen zu laufenden Einsätzen (Marschroute, Zeitangaben, eigene Ausrüstung, Bewaffnung, Truppenstärke, etc). Diese Informationen können die Sicherheit der beteiligten Soldaten und die Auftragserfüllung gefährden.

4. Bildmaterial
Informationen wie Dienstgrad und Name können als Ausgangspunkt für weitere Recherchen über einen Soldaten oder einen Auftrag genutzt werden. Um sich selbst, seine Familie und seine Einheit zu schützen, sollten diese Informationen nicht für jedermann sichtbar im Internet verbreitet werden.
Auch andere Wiedererkennungsmerkmale (Taktische Zeichen, Kennzeichen etc.) sollten unkenntlich gemacht werden. Beachten Sie Fotografierverbote!

5. Geotagging
Viele Smartphones und manche moderne Kameras speichern nicht nur Bilder, sondern auch die GPS-Koordinaten des Ortes, an dem sie entstanden sind.
So können auch harmlose Motive potentiell gefährlich werden - insbesondere im Einsatz. Daher sollte die GPS-Funktion bei allen Geräten ausgeschaltet werden.
Beachten Sie in Liegenschaften der Bundeswehr sowie im Einsatzgebiet die geltenden Verbote für die Nutzung von Mobilfunkgeräten und Kameras.

6. Privatsphäre-Einstellung auf „Nur für Freunde sichtbar“ setzen
So kann verhindert werden, dass Unbefugte ein Profil ausspähen oder private Informationen sammeln können, indem sie zum Beispiel die Kommentare auf der Pinnwand der User lesen. Dieser Punkt ist ebenfalls für Angehörige besonders wichtig.

7. Vertrauen
In privaten Nachrichten oder im Chat können schnell und unbewusst wichtige Informationen preisgegeben werden. Benutzerkonten können gefälscht sein. Sie können Ihren Gesprächspartner nicht sehen. Prüfen Sie möglichst genau (z.B. durch gezielte Fragen), ob der Gesprächspartner die Person wirklich ist, die er/sie vorgibt zu sein.